Abstract 14a

Titel: Notfallversorgung von chemischen und thermischen Augenverätzungen
Verfasser: R. Kuckelkorn; N. Schrage; G. Keller; C. Redbrake; Universitätsklinikum der RWTH Aachen, Deutschland Abteilung für Augenheilkunde
Journal: Acta Opthalmol Scand. 2002 Februar; 80(1):4-10

Auszug:
Chemische und thermische Augenverletzungen sind für einen kleinen aber wichtigen Teil der Okular Traumata verantwortlich. Die Schnelligkeit, mit der die Augenspülung beginnt, hat großen Einfluss auf die Prognose und Ergebnis der Augenverätzung. Normalerweise wird Wasser zur Augenspülung empfohlen. Wasser ist jedoch hypotonisch zur Hornhaut-Stroma. Das osmotische Gefälle verursacht einen verstärkten Wassereindrang in die Hornhautstrukturen. Wir empfehlen daher eine Flüssigkeit mit höherer Osmosewirkung für die Erstspülung, um das dort vorhandene Wasser und die aufgelösten aggressiven Medien aus dem verätzen Gewebe auszuwaschen. Universell verwendbare Systeme, wie amphote re Lösungen, die eine unspezifische Bindung mit Säuren und Laugen eingehen, sind eine bequeme Möglichkeit bei Neutralisierungen im Notfall. Sowohl die herkömmliche Anti-Entzündungs-Therapie als auch schnelle klinische Maßnahmen sind sehr wichtig, um die Verätzung en von Gewebe zu reduzieren. Bei sehr schweren Augenverätzungen kann mittels Tenonplastik die Bindehaut-Oberfläche wieder hergestellt werden, ebenso die Limbus Vas kularität und sie beugt auch Nekrose im vorderen Segment des Auges vor.